Erdwärme

Hinter dem Begriff Erdwärme verbirgt sich die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte und für uns nutzbare Wärme. Der Fachbegriff lautet Geothermie.

Diese Wärme kann dem Erdreich für verschiedene Zwecke in unbegrenzter Menge entzogen werden. Einem Akkumulator gleich, laden sich diese Erdschichten hauptsächlich durch Sonneneinstrahlung, Niederschlagswasser sowie durch radioaktive Zerfallsprozesse im Erdmantel wieder auf. Somit zählt die Erdwärme zu den regenerativen Energien.

Warum ...

Im Laufe des 21. Jahrhunderts werden die natürlichen Ressourcen wie z.B. Erdöl, Erdgas und Steinkohle immer knapper. Zudem wird der Aufwand bei deren Gewinnung weiter zunehmen, in Folge dessen ist mit einem Anstieg der Kosten für den Endverbraucher zu rechnen. Somit wird es zu einer deutlichen Verschiebung auf dem Energiemarkt kommen: Weg von den fossilen Energien, hin zu den erneuerbaren Energien.

Dieser aus ökologischer Sicht positive Trend, der zudem für den Endverbraucher auch ökonomische Vorteile bietet, wird sich weiter fortsetzen. Hier bietet sich eine Energiequelle an, die nicht von Tageszeiten, Windbewegungen oder Sonnenschein abhängig ist – die Geothermie. Einer der wesentlichen Vorteile gegenüber anderen regenerativen Energien, ist die kontinuierliche Verfügbarkeit der Nutzwärme – 24 Stunden am Tag – 365 Tage im Jahr! … und das nach menschlichem Ermessen unbegrenzt!

In einem geschlossenen System wird eine Flüssigkeit in die Erde gepumpt. Im Innern der Erdsonde erwärmt sich die Flüssigkeit kontinuierlich bis zur Rückkehr an die Oberfläche. Ein Wärmetauscher (umgekehrtes Kühlschrankprinzip) überträgt die gewonnene Energie an einen weiteren Kreislauf, der warmes Brauch- und Heizwasser zur Verfügung stellt. Zudem besteht die Möglichkeit, die Anlage während der Sommermonate als preiswerte und Ressourcen schonende Klimaanlage zu nutzen. Hierbei werden die vorhandenen Heizflächen zu Kühlflächen umfunktioniert.

Prädestiniert sind vor allem Neubauten mit Fußbodenheizung und moderner Wärmedämmung, aber auch bei bestehenden Gebäuden mit herkömmlichen Radiatoren lässt sich diese Technologie vorteilhaft einsetzen.

Vom Einfamilienhaus bis hin zu mittelgroßen Gebäuden mit gewerblicher Nutzung stehen entsprechende Komplettsysteme zur Verfügung. Prominentestes Beispiel: Das Reichstagsgebäude in Berlin.

Der Bundesverband Wärmepumpe e.V. (bwp) erläutert Erdwärme sehr anschaulich in einem informativen Video:

Die Vorteile

Wirtschaftlich­keit

  • Einsatz kostenloser Umweltenergie
  • exakt auf den Wärmebedarf des Gebäudes ausgelegt
  • kein Kamin erforderlich (Neubau)
  • kein Brennstofflagerraum (Raumgewinn)
  • keine Anschlusskosten für Gasleitung
  • keine Frischluftöffnung für Verbrennungsluft nötig
  • schneller, einfacher Einbau und nahezu wartungsfreier Betrieb
  • Unabhängigkeit von steigenden Öl- und Gaspreisen
  • niedrigste Betriebskosten –> schnelle Amortisation

Komfort / Lebensqualität

  • flüsterleise und gefahrlos im Betrieb
  • zuverlässig bewährte Technik, nahezu wartungsfrei
  • einfache Bedienung – optimal zu regeln
  • Kühlung im Sommer möglich
  • keine unangenehmen Gerüche im Haus
  • einfach nachrüstbar – auch in Kombination mit einem zweiten
    Wärmeerzeuger
  • hohe Betriebssicherheit
  • Heizung, Lüftung, Kühlung und Warmwasserbereitung in einem Gerät möglich

Umwelt

  • Heizen mit gespeicherter Sonnenwärme rund um die Uhr, unabhängig von den Jahreszeiten
  • Heizen ohne Flamme
  • kein Schadstoffausstoß
  • großes CO₂-Einsparpotenzial
  • gekoppelt mit regenerativ erzeugtem Strom – „Null-Emissionen-Heizung“
  • saubere Heizung
  • keine Explosionsgefahr

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Gerne geben wir Ihnen eine umfassende Darstellung aller technischen Möglichkeiten und eine vollständige Übersicht unseres Dienstleistungsspektrums. Geben Sie uns die Gelegenheit, uns ein Bild der Situation bei Ihnen vor Ort zu machen – für Sie selbstverständlich unverbindlich und kostenlos!

Förderung

Alle zur Verfügung gestellten wärmepumpenspezifischen Förderungen und Zuschüsse

Unabhängig davon, ob es sich bei Ihrem anstehenden Projekt um einen Neubau, eine Modernisierung oder eine Sanierung handelt, die Prüfung der Möglichkeiten für Förderungen und Zuschüsse sollte auf jeden Fall stattfinden – und zwar frühzeitig. Bei manchen Programmen ist die Antragstellung vor Ergreifung konkreter Maßnahmen erforderlich. Und teilweise lassen sich die verschiedenen Programme miteinander kombinieren.

… vom Bund:

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. stellt im Internet einen übersichtlich gestalteten und kostenlosen „Förderrechner“ zur Verfügung. Damit lassen sich innerhalb weniger Minuten alle vom Bund zur Verfügung gestellten wärmepumpenspezifischen Förderungen abfragen.

… von den Bundesländern, Gemeinden und Energieversorgern:

Auch hier stellt der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. im
Internet ein nützliches und ebenfalls kostenloses Tool zur
Verfügung: Den „Fördernavigator“. Damit lassen sich innerhalb
weniger Minuten alle von den Bundesländern, Gemeinden und
Energieversorgern zur Verfügung gestellten
wärmepumpenspezifischen Förderungen und Zuschüsse
abfragen.

Technik

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Naturwärme zum Heizen und Kühlen zu nutzen. Und jede hat ihre Berechtigung. Jedoch zeigt der Vergleich, dass ein Sole/Wasser-System in Verbindung mit Erdsonden besonders effizient ist.

Erstellung einer Erdwärmeanlage in Kombination mit einer Wärmepumpe

Funktionsprinzip der Wärmepumpe

Der umgekehrte Kühlschrank

Der geschlossene Kreislauf „Verdampfen – Verdichten – Verflüssigen – Entspannen“ enthält ein flüssiges, umweltfreundliches, da FCKW-freies, biologisch abbaubares und unbrennbares Kältemittel.

Die Vorgänge im Überblick (Heizbetrieb):